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Was Sie an diesem Wochenende im Kino sehen sollten [premium]
Die Viennale ist vorbei. Wem die Lust auf die große Leinwand noch immer unter den Nägeln brennt, muss nicht verzagen: Drei Empfehlungen.
Zusammenfassung:

Eine französische Schulklasse macht kurz vor ihrem Absprung in die echte Welt eine Abschlussfahrt nach Neapel. Herzschmerz, Zukunftsmusik, Feindseligkeiten und unterdrücktes Begehren - alles vermischt sich im verträumten italienischen Ambiente dieses bildschönen Films, der ersten Regiearbeit von Kamerafrau Marine Atlan: Nicht erst seit dem Erfolg ihres eigenwilligen Künstlerinnenfilms Mit einem Tiger schlafen , mit Birgit Minichmayr in der Rolle von Maria Lassnig, zählt die Wienerin zu den interessantesten Regisseurinnen Österreichs. Das Filmarchiv Austria widmet ihr nun eine umfassende Retrospektive: im Metro Kino, vielfach in Anwesenheit von Salomonowitz selbst.

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Konzerthaus: Julian Prégardien in Schubert für alle , Staffel 2, Folge 1 [premium]
Tenor Julian Prégardien und Mezzosopranistin Feride Büyükdenkta im Schubert-Saal: Lieder mit betörend süßer türkischer Note.
Zusammenfassung:

Güran und ihr ohrenschmeichelnder, so gar nicht den akademischen Vorgaben ihrer Zeit entsprechender Stil wurden lange ignoriert - nun konnte Büyükdenkta diesen auf betörende, gar beschwörende Weise gesungenen Liedern, mit tiefen Tönen und in Höhe wie Länge dehnbaren Noten, neue Ohren gewinnen. ... Zusammen mit Prégardiens gänzlich entspanntem Tenor eine schöne Mischung, die auch bei Schubert - u.a. Der Tod und das Mädchen , gepaart mit dem weniger bekannten Gegenstück Der Jüngling und der Tod - zu erquicklichem Einsatz kam. Mit von der Partie auch Saskia Giorgini, die eben und ruhig den Tod untermalte und Nur wer die Sehnsucht kennt mit raunender Begleitung in zerrissenes Dämmerlicht tauchte.

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Musikverein: Spielt doch endlich wieder mehr Egon Wellesz! [premium]
Das ORF RSO Wien glänzte unter Ingo Metzmacher mit ganz verschiedenen Literaturvertonungen. Grandios: Bratschistin Tabea Zimmermann in Berlioz' Harold en Italie .
Zusammenfassung:

Sie prunkte mit ihrem, der Situation jeweils ideal angepassten, prächtigen Ton, führte als hinreißende Erzählerin durch dieses Opus. ... Wellesz war übrigens Schönbergs erster Privatschüler sowie erster Biograph und hat als hochgeachteter Wissenschaftler die mittelbyzantinische Notenschrift entziffert. ... Februar 1938 von den Wiener Philharmonikern unter Bruno Walter - wenige Tage, ehe Hitler-Deutschland Österreich okkupiert und Wellesz zur Emigration nach England gezwungen hat. Weniger Eindruck als diese plastischen Wellesz- und Berlioz-Interpretationen hinterließ das Entree dieses Musikvereinsabends: Mendelssohns duftige Sommernachtstraum -Ouvertüre kam zu dramatisch aufgemotzt daher.

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Millionen für Social Media, Prämien ohne Zielerreichung: Rechnungshof zerpflückt Wiener Zeitung [premium]
Der Rechnungshof zeigt erhebliche Versäumnisse bei der staatlichen Wiener Zeitung auf - und einen Mangel an Strategie. Viele Führungskräfte haben das Unternehmen verlassen.
Zusammenfassung:

Redaktionelle Inhalte würden nicht mehr durch bezahlte Reichweite auf Plattformen unterstützt. Die fehlerhaften Abrechnungen in der Personalverrechnung seien aufgearbeitet und 1,1 Millionen Euro an Beschäftigte nachbezahlt worden. Jahre Tradition sind ein starkes Asset, aber keine Existenzberechtigung , so Kravagna. Die Wiener Zeitung müsse mit dem Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler einen erkennbaren Nutzen schaffen. Sie solle künftig das sein, was Österreich fehlt: eine Institution, die professionellen Journalismus nicht nur selbst macht, sondern auch den Medienstandort stärkt.

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Ich bin nicht der Mensch, der am Berg an Strafen denkt : Bergretter in der ZiB 2 [premium]
Drei spektakuläre Fälle von Bergrettungen machten dieser Tage Schlagzeilen. Ist das die neue Vollkasko-Mentalität ? Stefan Hochstaffl, Präsident des Bundesverbands der Bergrettung, sprach über Tourenplanung und Moral.
Zusammenfassung:

Es gebe doch schließlich einen moralischen Kompass und alpine Werte. Dieses Thema brachte den sonst so bedächtig wirkenden Hochstaffl beinahe, aber nur beinahe aus der Ruhe. Verlassen sich Menschen insgesamt zu sehr darauf, dass sie gerettet werden, wenn sie nicht mehr weiterkönnen. Wir sagen dazu Vollkasko-Mentalität , so Hochstaffl. Auf eine Forderung nach höheren Strafen für unvernünftige Kletterer wollte er sich aber nicht einlassen: Ich bin nicht der Mensch, der am Berg an Strafen denkt , sagte er, und kam wieder darauf zurück, dass man Kameraden nicht allein lässt. Das ist dann wohl auch weniger eine Frage der Vernunft, sondern mehr eine der Moral.

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Bitte anfassen! Wie Franz West die Kunstregeln brach [premium]
Franz West holte die Skulptur vom Sockel. Nächstes Jahr wäre der Wiener Künstler 80 geworden. Eine Retrospektive erinnert an einen großen Regelbrecher.
Zusammenfassung:

Für die Installation am Moca in Los Angeles entwarf West 28 große Sofas, die Bezüge steuerte Bretterbauer bei. ... Für manche sei West eine Vaterfigur gewesen, aber auch sehr manipulativ - er habe gut gewusst, wie er Menschen zu seinen Gunsten nutzen konnte, bis zum Auslaugen. ... Beiträge, die autonom blieben, aber gleichzeitig Teil eines größeren Werks wurden. Ein Werk, so Wests Credo, muss nicht allein von ihm stammen. Oder wie Stief es zusammenfasst: West sei eine interessante. Figur gewesen, weil er einerseits viel Philosophie las, aber auch diesen tiefen Wiener Schmäh verkörpert - diese Spannweite hat auch seine Kunst.

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Dieser Rembrandt geht unter die Haut: Würden Sie sich Kunst tätowieren lassen? [premium]
In Amsterdam kann man sich jetzt im Museum Rembrandts für Arme auf die Oberarme stechen lassen. Das wäre doch auch eine Idee für die österreichischen Häuser! Klimts Kuss und Dürers Hase wären aufgelegt. Oder zumindest Cattelans Banane.
Zusammenfassung:

Klimts Kuss als Tattoo wäre doch einmal eine Alternative für die übliche Selfie-Station des Oberen Belvedere am Valentinstag. Das Kunsthistorische Museum könnte Brueghels Kinderspiele ausschlachten oder Vermeers Malkunst-Muse, für martialischere Gemüter böte sich der Theseus an, der den Kentauren erschlägt. Im Zeitgenössischen wird es vom ikonischen Wiedererkennungseffekt schon ein wenig schwieriger. Den vergammelnden Stoffhasen von Gelatin findet man als autorisierte Vorlage auf der anregenden Seite worksonskin.com, auch Peter Koglers Ameisen kann man sich vorstellen. Wobei man sich wundert, wenn man googelt, wie viele Menschen sich ausgerechnet Maurizio Cattelans angetapete Banane haben stechen lassen.

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Bob Dylan traf Papst Leo XIV. mit Kapuzenpulli im Vatikan
Der Mann, der einst den Song Knocking on Heaven s Door geschrieben hat, war am Mittwoch bei einer privaten Audienz beim Papst.
Zusammenfassung:

Im Vorwort zu seinem im Juli erschienenen Buch zitierte er Dylan kaum bekannten Anti-Nuklear-Song Go Away You Bomb. ... Auch jener Papst zitierte einen Dylan-Text, allerdings einen bekannteren, nämlich Blowin In the Wind , und legte ihn theologisch aus. Bob Dylan wird nach seinem Rom-Auftritt weiterreisen. Der 85-jährige Songwriter, der 2016 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, wandte sich Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre zeitweise intensiv dem Christentum zu. Dylans Heimatstadt Duluth im US-Bundesstaat Minnesota liegt nicht weit von Chicago im Bundesstaat Illinois entfernt, dem Geburtsort des 71-jährigen Papstes.

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Dirigent Herbert Blomstedt ist tot: Er war immer einer der Jüngsten [premium]
Jugendfrische oder Altersweisheit? Strenge oder Freundlichkeit? An Herbert Blomstedt zerschellten diese und andere vermeintliche Gegensätze, indem er sie mit Noblesse und Charme auf höherer Ebene vereinte. Nun ist der schwedische Dirigent mit 99 Jahren gestorben.
Zusammenfassung:

Ursprünglich kam es für ihn nicht in Frage, freitagabends und samstags zu proben und aufzutreten, weil er den Sabbat ehren wollte. ... Im Konzertsaal, so hat er es in einem Gespräch mit Peter Kislinger für Ö1 einmal formuliert, könne er vor einer größeren Gemeinde predigen als in der Kirche. Am liebsten Bruckner und Nielsen, Beethoven und Mahler, Mozart, Mendelssohn und viele mehr, mit seinen Herzensorchestern: in Leipzig und Berlin, Dresden und München, San Francisco und Wien. Geburtstag, hätten die Wiener Philharmoniker ihr Ehrenmitglied wieder an ihr Pult gebeten: Dass es zu dieser Unvollendeten nun nicht mehr kommt, hätte ihn vermutlich demütig lächeln lassen: November ist Herbert Blomstedt in Göteborg gestorben.

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Der Feminismus als ewige Baustelle? Kann man machen [premium]
Das Belvedere 21 wagt eine Neuauflage der legendären feministischen Vernetzungs-Ausstellung Kunst mit EIgen-Sinn , initiert von Valie Export. Gelingt irgendwie.
Zusammenfassung:

Auch das gibt es: Toni Schmale mit ihren ins Extreme verbogenen, minimalistischen Eisenapparaturen ist so ein Fall. Oder Sophie Thuns verwirrenden, analog fotografierten Nassräumen. Schön zu sehen, wie das Belvedere versuchte, mit den jüngeren Ankäufen im Rahmen dieser Ausstellung am feministischen Ball bzw. Auch Florentina Holzingers berüchtigte und zu Recht berühmte Glocke (die Galerie Ropac hat eine Edition aufgelegt) ist vor Kurzem hier gelandet, man entdeckt sie im Skulpturengarten. Denn sie ruht schwer und mächtig auf einem Sockel, immerhin von Heimo Zobernig. Der patriarchalen Gesellschaft, aber auch dem Feminismus die Stunde schlagen wird sie hier so bald jedenfalls nicht.

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Man braucht nicht viel, um glücklich zu sein: Das lernte man bei Janosch [premium]
Janosch erlaubte seinen Geschichten eine herrliche Unordnung - und zeigte, dass weniger mehr ist, im Bild, in der Sprache, in der Moral. Einer der letzten großen Kinderbuchkünstler ist gestorben: Eine Liebeserklärung.
Zusammenfassung:

Wenn etwa der kleine Bär Ich mach dich gesund zum plötzlich erkrankten kleinen Tiger sagt, dann sind das genau die richtigen vier Wörter. ... Wondrak für alle Lebenslagen etwa oder Wondrak und die Entdeckung der Gemütlichkeit. Janoschs Werk war mannigfaltig, es reichte von Theaterstücken über Romane, von Radierungen bis zu Ölgemälden, er bebilderte sogar pornografisch Geschichten des Marquis de Sade. Hat es ihn geärgert, dass er nicht als vielfältiger Künstler gesehen wurde. Nun, dafür waren seine Geschichten über Mäuse, Tiger und Bären einfach zu gut. Mit ihm ist einer der letzten großen Kinderbuchkünstler gestorben.

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Musikverein: Wie man sich den scheppernden Flügel der Jelinek zurechthört [premium]
Elfriede Jelinek, ihr verstimmtes Klavier, ihr Text Schatten. (Eurydike sagt) , ihre Stimme und mehr: Das ergab einen berührenden Film, aber eine für den Goldenen Saal allzu intim konzipierte Uraufführung.
Zusammenfassung:

Und dann ließen Jelinek wie Schroeder mit sich reden, stimmten der Vorführung von Wulffs Film Schatten + Flügel zu, zumindest für dieses eine Mal im Musikverein. Auch er musste Jelineks Schatten -Text einsprechen, als männliches Pendant und Klangmaterial für Marianne Schroeders großangelegte Komposition AnTasten_Schatten , die im Anschluss uraufgeführt wurde, von der Komponistin selbst im Verein mit Johannes Schmelzer-Ziringer (Orgel, Klavier) und den zugespielten Jelinek-Flügel - im Goldenen Saal, der nicht mit sich reden ließ und für die insistierende Weiträumigkeit, die schmerzliche Intimität des Werks eigentlich ungeeignet blieb.

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Piotr Anderszewski im Konzerthaus: Glück bei Brahms, Entäuschung bei Beethoven [premium]
Der polnische Pianist mit spätem Brahms und der letzten Beethoven-Sonate: ein unerwartetes Wechselbad.
Zusammenfassung:

Damit wird nicht nur Bekanntes mit weniger Populärem verknüpft, sondern lässt sich auch zeigen, wie ideal Tonart und Stimmung jeweils miteinander korrespondieren. Eine pointierte Brahms-Lehrstunde, vor allem, was die ausgesuchten Intermezzi anlangte. Etwas harsch artikuliert erklang das g-Moll-Capriccio aus op. wirkte, trotz viel Charm zwischendurch, zuweilen etwas aufgesetzt Hatte sich Anderszewski damit verausgabt. Seiner durch einige technische Unzulänglichkeiten beeinträchtige Darstellung von Beethovens Opus 111 nach der Pause fehlte es im Stirnsatz vielfach an Dramatik, der Arietta an Unmittelbarkeit und innerlicher Bewegtheit.

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Was Kocher nie laut sagen würde: Der Nationalbanker in der ZiB 2 [premium]
Der ehemalige Wirtschaftsminister und Gouverneur der Nationalbank, Martin Kocher, wurde nicht nur nach der Zinspolitik befragt. Zahlt der Staat etwa Helikoptergeld ?
Zusammenfassung:

Was Kocher nie laut sagen würde: Der Nationalbanker in der ZiB. ... Man hört jetzt Sie als Nationalbank-Gouverneur nie laut den Banken sagen, sie könnten ja auch die Zinsen für die Kunden erhöhen. ... Sie haben zum Beispiel die Spritpreisbremse kürzlich kritisiert. Was Kocher recht ausweichend beantwortete, aber heraushören konnte man doch, dass er das Zukunftsdepot grundsätzlich richtig findet ( es geht um Kapitalaufbau ), die Ausgestaltung aber nicht ideal. Womit es dann auch wieder genug war mit der Innenpolitik - qas sich wohl auch Kocher dachte, der bei seinem Abschied aus der Politik von nicht ganz einfachen Jahren gesprochen hatte.

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Orgel ausgefallen: Dramatische Szenen im Musikverein [premium]
Bei den Musikverein-Perspektiven rund um Elfriede Jelinek ging bei György Ligetis berüchtigtem Orgelkillerstück Volumina plötzlich nichts mehr - Totalschaden? Die Organistin Angela Metzger meisterte die Situation.
Zusammenfassung:

Als unter den Händen und Füßen von Angela Metzger am Dienstagabend plötzlich der Rieger-Orgel im Goldenen Saal der Strom und damit Saft und Kraft ausgingen, drehte sich die Organistin um und sagte nur, halb besorgt, halb amüsiert: ... Damit der Orgelmotor, der den sogenannten Wind erzeugt, also den Luftstrom für all die Pfeifen, so rasch wie möglich zu völligem Stillstand kommt, wurde entschieden, die beteiligten 30 elektrischen Sicherungen abzuschalten. ... Wo laut Partitur erforderlich, half auch die Organistin Valeria Lanner tatkräftig mit. ... Das Publikum jubelte - nach diesem späten Finale eines mehrgliedrigen Abends rund um Elfriede Jelinek, bekanntlich studierte Organistin, an dem Angela Metzger auch teils pittoreske, teils bewusst sperrige Orgelwerke der ...

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  • diePresse.com - Unterhaltung / Lifestyle
Welche Filme man wirklich im Kino sehen muss [premium]
Große Leinwand? Oder doch Flatscreen und Couch? Was man sich wo ansieht, wird oft vom Spektakelwert abhängig gemacht. Doch wer so denkt, unterliegt einem gängigen Trugschluss.
Zusammenfassung:

Filme mit IMAX-, 3D- oder Breitwandbildern, mit Surround Sound und Spezialeffekten der Superlative. ... Es ist kein großer Plot-Twist, nur eine kleine Erweiterung unseres Blickwinkels. Nicht nur die erste Szene erlangt eine ganz neue Anmutung, wird reicher und vielschichtiger. Gesetzt den Fall, man trägt sie und ihren emotionalen Gehalt noch in sich. Was im Kino, wo die meisten Menschen von Kopf bis Fuß auf Empfänglichkeit eingestellt sind, um einiges wahrscheinlicher ist als zu Hause. In Wirklichkeit sind es vor allem die subtilen, ruhigen und gemessenen Filme, deren Qualität in einem dunklen Schutzraum mit tollem Sound und großer Leinwand zur vollen Entfaltung gelangt.

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Immer halb zugestöpselt: Teenies und ihr einzelner AirPod im Ohr [premium]
Früher einmal signalisierte ein Ohrstöpsel, dass man nicht gestört werden möchte. Heute wird mit einem solchen im Ohr munter geplaudert. Seinen Signalcharakter hat er verloren.
Zusammenfassung:

Früher einmal, da galt der einzelne Ohrhörer als eine Art Zugeständnis gegenüber den Mitmenschen. untersuchte eine Studie, wie junge Menschen mit Kopfhörern darauf reagierten, angesprochen zu werden. ... Mit der Attraktivität des Gegenübers stieg die Wahrscheinlichkeit, sich auch vom zweiten Stöpsel zu befreien. ... Eher lassen diese den Stöpsel auch beim Geschlechtsverkehr noch drin; 17 Prozent laut einer Umfrage. ... Seiner Trägerin soll er Coolness und Geschäftigkeit verleihen, booked and busy nennt man es auf TikTok. Fast meint man hier Parallelen zum Headset, diesem Ohrbügel früherer Karrieristen, zu erkennen.

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Bier, Bergblick und Nazi-Grusel: Soll Hitlers Hideaway in neuem Glanz erstrahlen? [premium]
Das Kehlsteinhaus war eine der beliebtesten Touristenattraktionen Oberbayerns. Nach dem Brand des Nazibaus debattieren Politik und Fachwelt: Was soll mit der Ruine geschehen?
Zusammenfassung:

Das wäre ganz, ganz merkwürdig , sagte Benedikt Sunder-Plassmann, ein Architekt, der mit dem Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen einen anderen Nazibau saniert hat, im Bayerischen Rundfunk. ... Hitler hat sein 1938 gebautes Hideaway selten genutzt. Nur Eva Braun fuhr oft und gern hinauf, die letzten 100 Höhenmeter mit dem Lift im Berg, der vom Brand verschont geblieben ist. Wäre auch schade gewesen: Gülden glänzende Messingverkleidung, venezianische Spiegel und Klappsitze in grünem Leder - dieses Interieur ist in seiner großspurigen Geschmacklosigkeit schon für sich ein wirkungsvolles Mahnmal.

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