Das hat der Anwalt verlangt : Der Rücktritt von ORF-Chef Weißmann in der "ZiB 2" [premium]

Der ORF beschäftigt den ORF. Was hatte Heinz Lederer, Vorsitzender des Stiftungsrats, zum Fall Weißmann zu sagen? Das war teils schlicht nicht zu verstehen.

Zusammenfassung:

Dass es um Aufnahmen in Ton und Bild geht, die der Anwalt der Frau dem Stiftungsrat ebenda präsentierte. ... Man müsse lernen aus dem, was jetzt passiert ist und für den Chefsessel jemanden finden, der wirklich eine Unternehmenskultur installiert, die solche möglichen Verfehlungen nicht mehr zulässt. Und er erklärte, dass der ORF ein wirkliches Problem beim Umgang mit Frauen habe, wobei er auf Fälle anspielte, in denen es an Respekt mit nicht mehr ganz jungen Mitarbeiterinnen fehlte. Es werde eine Taskforce geben, in der man sich damit auseinandersetzen werde. Aber nicht dezidiert mit Cold Cases , wie er es nannte, in Bezug auf sexuellen Missbrauch. Nun: Sich die näher anzusehen, kann jedenfalls kein Fehler sein.

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Mozarts Clemenza an der Staatsoper: Das Gschnasfest beim Kaiser Titus [premium]

Für Spannung sorgt in Jan Lauwers stilistisch heterogener Neuinszenierung von La Clemenza di Tito nur das hinzugefügte Ballett, worunter die Personenführung leidet. Gesanglich bleibt vieles Mittelmaß.

Zusammenfassung:

Auf einem schlichten Podium sorgt Regisseur Jan Lauwers allerdings vom ersten Ton an für hektische Bewegung, auch wenn diese nicht erkennbar viel mit dem Stück zu tun hat. ... Fehlt diese Fallhöhe, dann ist La Clemenza di Tito Dokument eines Schwächezustands, keine vera opera , wie Mozart meinte, mit Menschen aus Fleisch und Blut auf der Szene, von denen sich vielschichtige Charakterporträts zeichnen ließen. ... Die Möglichkeiten einer schönen lyrischen Stimme werden da von beiden Enden her aufgezehrt, durch schier unerfüllbare Ansprüche - auch an präzis definierte Koloraturtöne. ... So sehr man sich auch sonst bemüht, es nach allen Regeln der (Un)kunst vergessen zu machen.

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Sie leiden unter Frühjahrsmüdigkeit? Die gibt es gar nicht! [premium]

Für die Frühjahrsmüdigkeit gibt es keine empirische Evidenz, zeigt eine aktuelle Studie. Sie ist ein kulturelles Konstrukt, ähnlich wie die Midlife Crisis. Wie kommt es zu solchen kollektiven Illusionen?

Zusammenfassung:

Also rufen Medienleute jeden März bei Christine Blume an, einer Psychologin am Zentrum für Chronobiologie der Uni Basel, um sich das kollektive Gefühl der Erschöpfung wissenschaftlich erklären zu lassen. ... In der Sprache der Psychologie klingt das natürlich weit elaborierter: ... Was als Bio , Gourmet oder Fair Trade gekennzeichnet ist, verschafft allein deshalb gesteigerte Gaumenfreuden. ... Dass hormonelle Umstellungen zu psychischen Störungen führen, ist eher bei Frauen zu vermuten als bei Männern. ... So oft gibt es die nicht, aber weil sie dem Label entsprechen, fallen sie stärker auf - und verdichten sich zum Topos. Doch damit genug für heute: Es ist Frühling, und wir sind müde.

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Russlands softe Rückkehr auf die internationale Bühne [premium]
Nach zweimaliger Pause bespielt Russland diesmal wieder seinen prominent platzierten nationalen Pavillon in den Giardini der Biennale Venedig. Trotz Protesten von Italiens Regierung und der Ukraine. Was die ukrainische Biennale-Teilnehmerin Zhanna Kadyrova dazu sagt.
Zusammenfassung:

Er ist ein Flüchtling, der durch Europa zieht, wie viele Ukrainer das tun , erklärt die Künstlerin. hat sie ihn als Parkskulptur für die Bergbaustadt Pokrowsk im Osten der Ukraine geschaffen. hat sie ihn evakuiert, heute ist die Stadt okkupiert. In Venedig soll der Hirsch in der Nähe des Eingangs der Giardini von einem Kran in der Luft hängen. Bisher habe man für den öffentlichen Ort aber nur eine Erlaubnis für zehn Tage bekommen. Während, so Kadyrova, Russland im Herzen der Giardini und die gesamte Laufzeit, gut sechs Monate, repräsentieren könne. Noch hoffe man aber auf eine Verlängerung des Auftritts des Hirschs.

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Martin Nowak: Epstein hat mir nichts Unanständiges angeboten [premium]
Wusste der berühmte Wiener Wissenschaftler von den Verbrechen des US-Unternehmers Jeffrey Epstein? Warum hat dieser ihn gefördert? Martin Nowak sprach mit der Presse über missverstandene Mails, seine Karriere und Versuche, Epstein seinen christlichen Glauben zu vermitteln.
Zusammenfassung:

Als ich 2002 als Professor für Mathematik und Biologie nach Harvard berufen wurde, war Larry Summers dort Präsident, er hatte eine lange Verhandlung mit Epstein, an der ich nicht beteiligt war. ... Ich wurde informiert, dass die Universität 6.5 Millionen verwenden werde, um Räume in einem Gebäude, das nicht der Universität gehörte, zu leasen und auszustatten - für ein Program for Evolutionary Dynamics dessen wissenschaftlicher Leiter ich werden sollte. ... Martin Nowak, geboren 1965 in Wien, studierte Biochemie an der Uni Wien, promovierte ebendort bei Karl Sigmund in Mathematik über die Evolution der Kooperation.

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Chalamet findet Oper sinnlos? Dem gehören die Haare gestutzt! [premium]
Der Hollywoodstar hat mit einer verächtlichen Bemerkung über Oper und Ballett die Freunde dieser Genres gegen sich aufgebracht. Dabei weiß er aus eigener Erfahrung, wie vorteilhaft es wäre, zumindest Samson et Dalila zu kennen. Hatte Harnoncourt mit seinem Diktum über die Blödheit der Künstler recht?
Zusammenfassung:

In der Graham Norton Show der BBC präsentierte sich Chalamet vor drei Monaten mit Buzz-Cut, weil er für Dune III schweren Herzens von seiner Lockenpracht hatte Abschied nehmen müssen. ... Das Stück wurde übrigens von einem Komponisten geschaffen, der abseits der Musik mit Gedichten und Theaterstücken ebenso Erfolg hatte wie mit privaten Studien in Astronomie, Physik, Biologie, Philosophie, Archäologie und Ethnologie - sowie als Karikaturist. ... Der vor zehn Jahren verstorbene Nikolaus Harnoncourt war da skeptisch. Künstler , so stellte er einmal fest, sind genauso blöd wie die anderen Leute auch.

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Was sollte ein ORF-Chef eigentlich können? [premium]

Wie wird die Person bestimmt, die dem überraschend zurückgetretenen ORF-Chef Roland Weißmann nachfolgt? Diesmal wird eine andere Art von Ausschreibung für den Chefsessel kommen.

Zusammenfassung:

So sagt Sonja Sagmeister, die rechtskräftig einen Arbeitsprozesse gegen den ORF gewonnen hat, dass in Weißmanns Zeit ein System entstanden sei, in dem Frauen, die gegen Missstände aufstanden, bekämpft wurden. Die Vorwürfe seien nicht auf Weißmann persönlich bezogen gewesen, aber: Gewisse Männer haben sich in der Ära Weißmann wohlgefühlt. Sein Personalmanagement hätte man schon oft negativ beurteilen können. SPÖ-Medienminister Andreas Babler ließ am Montag damit aufhorchen, dass er sich nun eine Frau auf dem ORF-Chefsessel wünscht. Bis Montag hatte man keine weiblichen Namen im Karussell der Spekulationen vernommen.

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Randale in der Stadthalle: Kraftklubs richtig geiler Abend [premium]

Kraftklub sorgten für pure Begeisterung. 15.000 Besucher erlebten einen geräuschvollen Abend mit den sympathischen Ostdeutschen.

Zusammenfassung:

Das hieß doch einmal Karl-Marx-Stadt, was in der vagen Erinnerung Nachgeborener offenbar irgendwie cooler klingt. ... Zunächst wanderte der sympathische Sänger Felix Kummer mit Kamerateam bei Halts Maul und sing wüste Töne spuckend durch die Halle, später tauchte die Band auf Minibühne eng an eng in der Mitte des Auditoriums auf. ... Nicht weniger als zehn Songs brachten sie vom aktuellen Album, dazu Klassiker wie Chemie Chemie Ya und Songs For Liam , mit dem sie die Reunion der Britpopband Oasis schon vor Jahren beschworen, ja vorwegnahmen. ... Vor den Zugaben gab es noch Randale , den vielleicht markantesten Song dieses so frisch klingenden Klangkombinats.

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Andris Nelsons muss Boston Symphony verlassen [premium]

Das amerikanische Orchester verlängert überraschend den Vertrag seines Chefdirigenten nicht. Angeblich wegen unterschiedlicher Auffassungen über die Orchesterzukunft.

Zusammenfassung:

Die New York Times ging als erste mit dieser Meldung in die Öffentlichkeit. Für sie kommt diese Entwicklung nicht überraschend. Aber liegen die Gründe dieser unerwarteten Trennung tatsächlich in zuletzt weniger glänzend gelungenen Konzerten, in Nelsons intensiver Reisetätigkeit oder seinem kolportierten Wunsch auf einen sich jährlich automatisch verlängernden Chefvertrag. Oder will man künftig Chefpositionen bei den großen amerikanischen Orchestern nur mehr mit Amerikanern besetzen. Beim Gewandhausorchester in Leipzig sitzt Nelsons fest im Sattel: Sein Vertrag als Gewandhauskapellmeister wurde kürzlich bis 2032 verlängert.

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Ich will wie ein Mann behandelt werden : Verena Altenberger im Interview [premium]
Schauspielerin Verena Altenberger über unmoralische Medien, den österreichischen Film als Stiefkind, und warum die Wut endlich die Seite wechseln sollte.
Zusammenfassung:

Es gibt einen Reflex, sich nur noch auf das eigene Wohl zu konzentrieren. Während Corona hat plötzlich jeder Staat nur mehr seine eigenen Beatmungsgeräte gezählt. Diese Einstellung zeigt sich auch bei der Entwicklungszusammenarbeit. Jedes Land betreibt sein eigenes America First , nach dem Motto: Das gefährdet Menschenleben und letztlich auch den Weltfrieden. Ergänzend will ich, dass auch die Wut die Seite wechselt. Warum sind Männer nicht wütend, wenn Frauen umgebracht werden. Warum gibt es keine wütenden Männerdemos gegen Femizid. Ich wünsche mir von Männern mehr Wut für uns und nicht gegen uns.

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ESC-Kandidat Cosmó: Zum Zahnarzt zu gehen ist ein bisschen wie Wellness [premium]
Cosmó vertritt Österreich mit Tanzschein beim Song Contest in Wien. Mit der negativen Kritik auf Social Media kann er gut leben , als Kind hat er Conchitas Sieg mit Lego nachgespielt.
Zusammenfassung:

Ich habe die ganze Bandbreite erlebt, aber für mich war es nie ein Albtraum. Jeden Tag Menschen zu treffen und ihnen zu helfen ist doch schön. Als ich zwei Jahre alt war, sind wir nach Österreich gezogen und hier bin ich aufgewachsen. Österreich ist mein Zuhause, trotzdem habe ich Einflüsse aus zwei anderen Ländern. Ich habe lange überlegt wegen des Künstlernamens und fand das Wort Cosmopolitan treffend: Vor dem Vorentscheid habe ich mir backstage eine Liege aufgebaut, mich hingelegt und meditiert. Das ist wie ein Reset-Knopf, ich habe dann meine Ziele vor Augen und bin zentrierter, fühle mich wie so ein Fels, den man nicht verrücken kann.

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Kann so jemand wie Trump auch Gutes bewirken? [premium]
Der Angriff auf den Iran könnte das Land befreien. Dem US-Präsidenten traut man nur eigennützige Motive zu. Aber braucht es überhaupt Moral? Über die unsichtbare Hand , auch in der Politik.
Zusammenfassung:

Und in der Arena von Verona, wo die Römer ihre Gladiatoren aufeinander hetzten, freuen sich heute Opernfreunde über eine grandiose Akustik. ... Im Wirtschaftsleben vertrauen wir schon seit den Zeiten von Adam Smith darauf, dass sich eigennützige Entscheidungen zum Wohl der Gesellschaft aggregieren, solange nur der Markt seine unsichtbare Hand im Spiel hat. ... Es gibt Ansätze, auch in der Politik eine unsichtbare Hand am Werke zu sehen, die Eigennutz in Gemeinwohl verwandelt. ... Damit könnte er es in die Geschichtsbücher schaffen, freilich kaum mit Lob. Auch wenn er das, mit der ihm eigenen Form von moralischer Sensibilität, gewiss als very bad empfände.

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Dialektpop räumt bei den 26. Amadeus Awards groß ab
Pizzera & Jaus holen sich den Award für den Song des Jahres . Die Album des Jahres -Trophäe geht an die Folkshilfe für bunt . Seiler & Speer setzen sich bei Pop/Rock und Live-Act durch.
Zusammenfassung:

Letztere waren wie die Folkshilfe und die leer ausgegangene Anna Buchegger in drei Kategorien nominiert. ... Dafür gab es Applaus von den Gästen, unter denen sich auch der diesjährige ESC-Starter Cosmo und Vorjahressieger JJ befanden. ... Das Album Petrichor von Klangkarussell wurde für den Best Sound prämiert. ... Ich spiele heuer 25 Konzerte, ich veröffentliche ein neues Album, das heißt Glassplitter', und ich fühle mich überhaupt nicht so, dass man mir das Lebenswerk verleiht, was so abschließend klingt. ... Es ist eine schöne Auszeichnung, aber sie klingt ernster und dramatischer, als ich es wahrnehme.

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Moderne , die es uns leicht macht: Bartóks Musik für Saiteninstrumente
Béla Bartók hat seinen Kollegen vorgemacht, wie das geht: Höchste ästhetische Ansprüche an eine wirklich Neue Musik - und das Publikum ist dennoch gefesselt und applaudiert. So geschehen Anno 1937. Im Musiksalon analysieren wird, wie ein solcher Erfolg möglich wurde.
Zusammenfassung:

Die Quadratur des Kreises gelang - und inspirierte große Interpreten wie Fritz Reiner und das Chicago Symphony Orchestra zu virtuosen Höchstleistungen. Presse"-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz präsentiert die Lieblingsaufnahmen aus seiner SINKOTHEK und lädt uns ein, mit ihm einzudringen in die Geheimnisse von Mozart, Bach, Beethoven und anderen. Jeden zweiten Samstag auf der Webseite der "Presse" und überall, wo es Podcasts gibt. Alternierend mit dem Musiksalon erscheint der Podcast Klassik für Taktlose , in dem Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik ergründen: für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die s ein wenig genauer wissen wollen.

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Wir sind müde von Harry Styles. Er ist es auch. [premium]
Mit seinem neuen Album Kiss All the Time. Disco, Occasionally. versucht Harry Styles dem Pop zu entfliehen. Doch brilliert er erst wieder dort, wo er es gar nicht will.
Zusammenfassung:

Klingt zwar wieder nach Styles früheren universellen Liebesformeln und Friedensgeboten, stattdessen lauscht man hier nun aber dem Selbstgespräch eines Sängers, der ganz offenbar mit seiner Bekanntheit hadert: ... Noch davor sticht The Waiting Game hervor, das sich aus betont sanften akustischen Gitarrenlängen schält und zunehmend in rohen elektronischen Klängen verliert. Coming Up Roses bezirzt seine Hörer mit hübsch arrangierten Streichern. Gut ankommen wird bestimmt auch Dance No More , das nach einer gelungenen Mischung aus Sugarhill Gang und Prince klingt. ... Fürs nischigere Terrain ist er allerdings (noch) nicht halsbrecherisch genug.

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Potenziell : Nicht nur möglicherweise wird dieses Wort falsch verwendet [premium]
Das Modewort flutete erst die Jugendsprache und macht sich nun in jedem Kontext breit. Warum uns die Potenzialitis nicht egal sein sollte.
Zusammenfassung:

Möglicherweise oder vielleicht klingt zu unkultiviert. ... In der Physik gibt es potenzielle Energie - beim Wasser eines Stausees zum Beispiel -, in der Wirtschaft potenzielle Käufer und in der Medizin potenzielle Stammzellenspender. In der Literatur ist das Wort, das mit seinen drei harten Silben unschön klingt, kaum anzutreffen. ... Ist es beckmesserisch, ein Wort an den Pranger zu stellen, das nur eine Möglichkeit verbalisiert. Nein, weil es so viele bessere Möglichkeiten gibt, die nicht nur die deutsche Sprache bereichern, sondern auch ein wenig Ordnung in der Unsicherheit bringen, das Vage klarer machen.

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Das persische Erbe: Wie die vorislamische Geschichte bis heute den Iran bestimmt [premium]
Ohne seine antike DNA wäre der Iran sunnitisch und hätte keine kulturelle Avantgarde: Warum der persische Sonderweg nach wie vor im Iran Schicksal spielt.
Zusammenfassung:

einer mystischen Strahlung, die von göttlich auserwählten Männern ausgeht und diese zu gerechter Führung ermächtigt. ... Wenn es um kulturelle und intellektuelle Hochleistungen geht, führen Fäden (vielfach verschlungen und unterbrochen) aus dem antiken Perserreich in die Zeit der islamischen Schahs und bis in die Zeit nach der Iranischen Revolution, wo sie selbst in der größten politischen Repression nicht zerrissen wurden. Jahrhunderts etwa, einer der meistbestaunten, sehen Forscher eine Fortsetzung klassischer persischer Poesie, in der durch die Zensur erzwungenen Sprache der Auslassung eine Fortführung von alten metaphorisch-allegorischen Traditionen, von Sufi-Konzepten - ja, sogar von Elementen der Sassanidischen Hofetikette aus dem ersten vorchristlichen Jahrtausend.

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250 Jahre Burg: Die Wiener Gesellschaft und ihr Theater [premium]
Das alte Burgtheater am Michaelerplatz begann 1776 mit seinem Spielbetrieb. Es wurde oft als stockkonservatives Unterhaltungstheater für die Hocharistokratie bezeichnet. Zu Recht? Ein Beitrag zum 250-Jahr-Jubiläum des Burgtheaters.
Zusammenfassung:

Man muss freilich davon ausgehen, dass radikale Stimmen keinen Platz fanden. ... Sie mussten sich mit den Vorstellungen der Regisseure, den Vorlieben des Publikums, der Zensurbehörde und dem Urteil der Zeitungskritiker auseinandersetzen, nicht zuletzt auch mit der beträchtlichen Macht der populären Schauspieler, die das Theater länger kannten als der jeweilige Direktor. Es gab Autoren, die ihre fertigen Stücke zuallererst an einen Schauspieler schickten. So kam es zu dem Vorwurf, die Schauspielkunst sei auf dieser Bühne wichtiger als der Inhalt. Oktober 1888 traf sich das kulturelle Wien ein letztes Mal hier am Michaelerplatz. Es soll angesichts der Schließung und Übersiedlung in den Ringstraßenbau zu wehmütigen Abschiedsszenen gekommen sein.

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