Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen wurde das Doppelbudget beschlossen. Finanzminister Marterbauer sprach von einem Gesamtkunstwerk, Kritik kam von FPÖ und Grünen.
Dieser wird laut den Budgetplänen bis 2028 auf 83,8 Prozent des BIP steigen. ... Bereits am Montag war das Budgetbegleitgesetz beschlossen worden. ... Man lebt auf Kosten der Zukunft und verkauft das als Sparsamkeit , meinte etwa Maximilian Weinzierl (FPÖ). Die Grüne Elisabeth Götze sah beim Verkehr falsche Prioritäten gesetzt: Überall dort, wo Klimafreundlichkeit draufsteht, wird gekürzt. Man arbeite an einer nachhaltigen, starken und leistbaren Mobilität, mit Priorität auf einer Forcierung des öffentlichen Verkehrs, Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Umsetzung der Mobilitätswende im Sinne der Klimaneutralität 2040. Euro an Investitionen aus, ein unglaublicher wirtschaftlicher Hebel.
- diePresse.com - Politik
Nach Äußerungen des freiheitlichen Abgeordneten Litzke geriet auch die Vorsitzführung von Nationalratspräsident Rosenkranz in die Kritik.
Haben Sie sinnerfassend zugehört, was der Redner gesagt hat. beschwerte sich Mandatar Jan Krainer (SPÖ) bei Rosenkranz. Er habe manches nicht verstanden und lasse das Protokoll anschaffen, erwiderte dieser. Rosenkranz solle seinen Job machen, sagte Krainer. Nachdem Rosenkranz das Protokoll vorgelegt wurde, ersuchte er Litzke, die Unterstellung zurückzunehmen, dass der Innenminister tatenlos zusehe. Krainer beschwerte sich, dass eine solche Zurücknahme nur während einer Rede möglich sei, Rosenkranz führe hier eine Unart ein. Das Vorgehen dürfte nun weiter in der nächsten Präsidialkonferenz diskutiert werden.
- diePresse.com - Politik
Kanzler Stocker bringt in der verfahrenen Debatte ein neues Modell ins Spiel. Vor allem die Frage eines längeren Zivildienstes bleibt umstritten.
In Militärkreisen und in der ÖVP hält man das für unabdingbar, da sich bei einem nur neunmonatigen Zivildienst wohl dann noch mehr Männer für den Zivildienst entscheiden werden. Die Neos sind bisher strikt gegen einen längeren Zivildienst, parteiintern gab es hier zuletzt auch keine Änderung in dieser Linie. Als Kompromiss schwebte im Raum, womöglich auch Zivildiener nach ihrem Dienst dazu zu verpflichten, regelmäßig zu Übungen und Schulungen einzurücken. Inwieweit das aber praktikabel ist, gilt als ungeklärt. Für eine Einigung haben die Verhandler noch gut zwei Wochen, soll die Reform, wie von der ÖVP gewünscht, am 27.
- diePresse.com - Politik
- diePresse.com - Politik
Nationalrat beschließt Doppelbudget - und macht Sommerpause
Anschließend finden die Schlussabstimmungen über die Bundesfinanzgesetze für 2027 und 2028 sowie den Finanzrahmen statt, bevor sich der Nationalrat in die Sommerpause verabschiedet. Angepeilt wird in dem Haushaltsentwurf für das kommende Jahr ein Rückgang des Budgetdefizits auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), 2028 sollen wieder die in der EU erlaubten 3 Prozent erreicht werden. Hält dieser Plan, könnte Österreich das von der EU geführte Defizitverfahren wieder verlassen. Allerdings ist die Budgetplanung diesmal mit höheren Unsicherheiten behaftet, weil der Planungszeitraum wegen der frühen Vorlage eines Doppelbudgets - normalerweise wird das Budget im Herbst und nur für das Folgejahr vorgelegt - weiter in die Zukunft als üblich reicht.
- diePresse.com - Politik
Sommerferien-Start auch im Westen und Süden
Damit haben nun eine Woche nach dem Ferienbeginn in Ostösterreich alle rund 1,2 Millionen Schülerinnen und Schüler des Landes frei. Schulbeginn in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland ist wieder am 7. September, im Süden und Westen beginnt der Unterricht am 14. Auf den Straßen dürfte zu Beginn der zweiten Ferienstaffel der Reiseverkehr zunehmen. Mit den stärksten Verkehrsbelastungen wird am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag auf der West Autobahn (A1), der Tauern Autobahn (A10 ), der Inntal Autobahn (A12), der Brenner Autobahn (A13), der Fernpass Straße (B179) und der Karawanken Autobahn (A11) gerechnet.
- diePresse.com - Politik
Der Apothekennotdienst als Vorbild für Arztzentren [premium]
Folgt man dem Szenario zwei (kleine Spitäler umwandeln), betragen die Gesundheitsausgaben im Jahr 2040 schätzungsweise 7,67 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. ... Sie sind in der Regel bis 22h Uhr geöffnet und das auch am Wochenende. Das ist nahe an der Logik einer 24/7-Primärversorgung. Fragt man Ostermann nach seinem Resümee zu den Reformeckpunkten, macht er - diplomatisch, aber doch - zwei Dinge klar. Bei der Gesundheitsreform 2013 gab es viel weniger Interesse. Das bedeutet, dass vieles bis zum Jahresende konkretisiert werden muss und gleichzeitig keine Entwicklungen in die richtige Richtung verunmöglicht sind.
Maximal 25 Prozent der Medizin-Studierenden dürfen aus dem Ausland kommen. Aber nur wenige müssen aufgrund der Quote abgelehnt werden.
Die praktische Relevanz dieser Verschiebungen ist jedoch äußerst gering , heißt es in der Stellungnahme der Medizin-Uni. ... Das Ergebnis: Laut einer Absolventenbefragung bleiben. Prozent in Österreich, 13 Prozent gehen nach Deutschland, fünf Prozent in die Schweiz und zwei Prozent in andere Länder. Wenig überraschend sind es vor allem die Österreicher, die bleiben: Prozent von ihnen bleiben auch nach dem Studium in Österreich, während fast zwei Drittel der Absolventen aus Deutschland in ihre Heimat zurückkehren. Von den Absolventen aus anderen EU-Ländern oder aus Drittstaaten verlässt knapp die Hälfte innerhalb von zwei Jahren Österreich.
- diePresse.com - Politik
Neos-Staatssekretär Sepp Schellhorn drängt im Gespräch mit Martin Thür auf mehr Tempo bei der Deregulierung. Er selbst könne nichts umsetzen .
Thür ortet darin freilich auch Wünsche ans Christkind , da große Brocken wie die Neuordnung von Bauverfahren oder Förderungen aus einer Hand auch die Zustimmung der Länder benötigen würden. ... Das erste Paket war laut Schellhorn dazu da, um in Schwung zu kommen, um die Dampflokomotive faktisch auf Volldampf zu bringen. ... Wenn wir wollen, dass wir dieses Land zugunsten der Österreicher und Österreicherinnen voranbringen, dann müssen wir alle in einem Boot Entbürokratisierung vorantreiben , appellierte der nach eigener Ansicht recht machtlose Staatssekretär am Schluss an die Verantwortungsträger.
- diePresse.com - Politik
Bei den Unternehmen zahlt vor allem der Bankensektor drauf, heißt es im Policy Brief der OeNB. Im Vergleich der Haushaltstypen zeigt sich die größte Belastung bei Familien mit Kindern.
Auch die Unternehmen sind laut der Analyse von den Konsolidierungs- und Offensivmaßnahmen je nach Wirtschaftsbereich unterschiedlich betroffen. ... Insgesamt sind die ausgabenseitigen Maßnahmen daher laut der Analyse deutlich größer als die einnahmenseitigen. ... Netto beträgt die Konsolidierung zwischen 2025 und 2028 insgesamt knapp mehr als 3 Prozent des BIP. Allerdings erlauben die parallel stark steigenden Ausgaben insbesondere für Zinsen und Pensionen laut der Analyse keine substanzielle Verbesserung des Budgetsaldos. Die OeNB geht daher weiter davon aus, dass ein Defizit von unter 3 Prozent und damit ein Ende des Defizitverfahrens 2028 unwahrscheinlich ist.
- diePresse.com - Politik
- diePresse.com - Politik
Kanzler Stocker: Im Ausland fragen sie mich: Wie kann das gehen? [premium]
Allein der Zuschuss in die gesetzliche Pensionsversicherung beträgt laut neuem Budget bald 21 Milliarden Euro pro Jahr, so viel wie budgetiert ist für Bildung, Wissenschaft und Forschung. ... Christian Stocker, geboren 1960, ist seit Anfang 2025 ÖVP-Chef und Bundeskanzler in der türkis-rot-pinken Regierung. Davor war er Generalsekretär der Volkspartei, erstmals in den Nationalrat zog der frühere Vizebürgermeister von Wiener Neustadt im Jahr 2019 ein. Der promovierte Jurist Stocker arbeitete als Rechtsanwalt, er ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Sein Vater, Franz Stocker, saß bereits für die Volkspartei im Nationalrat.
- diePresse.com - Politik
Kein Tag, ohne dass wieder ein Identitärer in den Reihen der FPÖ Schlagzeilen macht
Auslöser der neuerlichen politischen Aufregung war ein Video, das laut der Plattform Stoppt die Rechten auch ein Mitglied der Identitären zeigt, der an dem Vorfall in Leoben beteiligt gewesen sein soll. ... Er forderte daher erneut, dass die FPÖ ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Parlament einer Sicherheitsüberprüfung unterzieht. Die Häufung rechtsextremer Vorfälle im Umfeld der FPÖ reißt nicht ab , meinte auch der Rechtsextremismussprecher der Grünen, Lukas Hammer, in einer Aussendung. Er kritisierte in diesem Zusammenhang auch Nationalratspräsident Walter Rosenkranz. Es müsse möglich sein, den Nationalratspräsidenten abwählen zu können.
- diePresse.com - Politik
Ich will liefern : Schellhorn präsentiert Entbürokratisierungsbericht
Laut der Analyse von EcoAustria kostet die Bürokratie den Staat bis zu 20 Milliarden Euro pro Jahr. ... Die meisten Wünsche aus der Bevölkerung betreffen die Themen Digitalisierung, Föderalismus und Berichts- bzw. Christoph Gärner, Verfassungsexperte im Außenministerium, lobte das Vorgehen. Gute Entbürokratisierung beginnt nicht im Ministerium, sondern bei den Betroffenen. Jeder Hinweis werde erfasst, strukturiert und bewertet. Priorität hätten dann Vorschläge mit hohem Entlastungspotenzial, die sich auch politisch umsetzen ließen. Doch: Jede gute Idee wird ernst genommen , so Gärner. Der vollständige Entbürokratisierungsbericht ist auf der Website des Außenministeriums abrufbar.
- diePresse.com - Politik
70-Jährige bei Wiener Naschmarkt getötet: Verdächtiger in Nizza festgenommen
Über die Staatsanwaltschaft Wien wurde ein europäischer Haftbefehl erlassen. Der 24-Jährige wurde durch die französischen Behörden festgenommen. Freunde der Frau hatten im Juni seit Tagen nichts mehr von ihr gehört, machten sich Sorgen und schauten in der Wohnung beim Wiener Naschmarkt nach, berichtete die Polizei im Juni. Als sie die 70-Jährige leblos vorfanden, alarmierten sie die Einsatzkräfte. Ein Notarzt konnte allerdings nur noch den Tod feststellen. Laut Polizei dürfte die Frau bereits seit ein paar Tagen tot gewesen sein. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll es sich bei der 70-Jährigen um eine deutsche Transgender-Aktivistin handeln.
- diePresse.com - Politik
Verfassungsgerichtshof weist Anträge gegen Kopftuchverbot zurück
Das Verbot tritt erst Anfang September in Kraft - daher waren die Kinder bzw. ... Allein die Möglichkeit einer künftigen Bestrafung reiche nicht aus, um bereits von solchen Vorwirkungen ausgehen zu können. ... Das BVwG habe nur jene Bestimmungen angefochten, die sich ausdrücklich auf Datenträger beziehen - und nicht auch jene, die zur Sicherstellung von Beweismitteln aller Art berechtigen. Nach der Judikatur des VfGH müssten aber alle Bestimmungen angefochten werden, die im Hinblick auf die geltend gemachten Bedenken eine untrennbare Einheit bilden, hieß es in einer Aussendung. Diese Voraussetzung habe der Antrag nicht erfüllt. Auch in diesem Fall entschied der VfGH also nicht inhaltlich.
- diePresse.com - Politik
Tag zwei der Budget-Debatte: Es wird am Rücken der Frauen saniert
ÖVP-Frauenchefin Juliane Bogner-Strauß bedauerte, dass Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) Mittel für die Bewährungshilfe Neustart einspare. ... Niemand weiß, wie die Universitäten ab 2028 finanziert werden sollen. Dies werde auch einen Verlust an Wettbewerbsfähigkeit nach sich ziehen. Holzleitner betonte, dass man weiterhin Milliarden in die Wissenschaft investiere. Nichtsdestotrotz habe man mit den öffentlichen Universitäten Hausübungen zu lösen. Die weiteren Kapitel, die am Donnerstag vom Nationalrat behandelt werden, sind Bildung, Landwirtschaft und Umwelt sowie das Budget von Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ).
- diePresse.com - Politik
Überraschend: Die Politikverdrossenheit der Älteren [premium]
Die Forscherin stammt aus Griechenland, der Heimat der Demokratie, und ist Professorin für Politik, Geschlecht, Diversität und Gleichheit an der Uni Salzburg. ... der Frauenanteil im Parlament (66/183), 3 Prozentpunkte weniger als von 2019-2024. Jahre ist das Durchschnittsalter im Nationalrat (26 bis 73 Jahre). Stärkste Altersgruppe sind die 50- bis 59-Jährigen. Legislaturperiode hatten einen Hochschulabschluss, aber nur 30,8 Prozent der Bevölkerung. Innerhalb der Fraktionen sind Mandatszahl und Frauenanteil gegenläufig: Die stärkste Partei, FPÖ, hat 22,8 %, ÖVP 35%, SPÖ 39%, Neos 44,4% und die Grünen 56 Prozent.
- diePresse.com - Politik
Sozialdienst könnte der Ausweg aus den überfüllten Gefängnissen sein [premium]
Zudem müssen die Anstalten etwa tausend weitere Verurteilte im Blick behalten, die sich derzeit im elektronisch überwachten Hausarrest oder in psychiatrischen Krankenhäusern aufhalten. ... Sowohl Kriminologen als auch der Bewährungshilfeverein Neustart setzen sich nun erneut dafür ein, Haft durch gemeinnützige Arbeit zu ersetzen. ... Der Bewährungshilfeverein Neustart weist darauf hin, dass es in anderen. Ländern, etwa in der Schweiz oder in Finnland, längst Beispiele für die Formel Sozialdienst statt Gefängnis gibt (außerdem fordert Neustart , dass jobsuchende jugendliche Häftlinge leichter in den Hausarrest kommen sollten).
- diePresse.com - Politik
Nach Hitzeschutzgipfel: Sportunterricht und schriftliche Prüfungen sollen ausgesetzt werden können, kein generelles Hitzefrei [premium]
Laut Schaffhausers Berechnung würde das den Hitzestress während der Schulzeit etwas reduzieren - aktuell um im Schnitt 1,5 Tage (bei zehn Schultagen Vorverlegung), der Wert würde sich in Zukunft dann erhöhen. Wiederkehr will die Verschiebung nun mit den Ländern besprechen. ... Zweitens will Wiederkehr in 50 Projekte investieren, die einzelne Bundesschul-Standorte zum Hitzeschutz brauchen. ... Eine Möglichkeit zu einem vollständigen Hitzefrei erachte man hingegen nicht für sinnvoll, erklärt Wiederkehr. ... Abschließend hielt Wiederkehr fest, sei bei dem Gipfel betont worden, dass der Klimawandel und seine Auswirkungen auch pädagogisch an den Schulen behandelt werden sollen.
